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Renaturierung "Habbach"

Rückführung von 30 ha mehr oder weniger verwahrlostem Gelände in einen natürlichen Zustand

....für diejenigen, die mit der Verbindung von Geschlechtswörtern und dem Habbach Fehler wittern, sei  die folgende Erklärung hilfreich. Im Mündersbacher Dialekt heißt es nicht "der Bach", sondern "die Baach". Das erklärt warum die einen der Habbach und die anderen die Habbach sagen. Da es eine Hochdeutsche und eine Westerwälder Grammatik gibt, verwende ich auf dieser Homepage für den Habbach die Westerwälder Rechtschreibung. Nicht nur der Bach, sondern auch die ganze Talaue sind auf Mündersbacher Hochdeutsch "Die Habbach" und im Mündersbacher Dialekt "Die Hoobich", wobei das lange "o" wie in "Sonne" oder "Ort" klingen sollte. Alles klar ? Siehe auch die Mundartseite auf dieser Homepage.

Die Habbach zwischen Roßbacher Straße und der Rodung, rechts, das freie Feld, die Grindau


Als vor 40 Jahren die Landwirtschaft zurückging, wurden ca. 11 ha feuchte Wiesen, links und rechts der Habbach mit Fichten aufgeforstet. Eine Maßnahme, die sich im Nachhinein als falsch herausstellte. Die nassen Flächen sind nicht zu befahren und durch das verstärkte Sturmrisiko ist eine geordnete und finanziell einträgliche Forstwirtschaft nicht möglich. Diese Flächen eignen sich hervorragend für Naturschutzmaßnahmen.

Das Gebiet soll letztlich nicht auf diese 11 Hektar beschränkt bleiben, sondern um den Bereich der „Alten Mühle“ erweitert werden. Hinzu kommt die gesamte Fläche der „Rodung“ von ca. 11 Hektar, die die Gemeinde ins Ökokonto eingestellt hat.

Insgesamt werden also 30 Hektar Land in eine natürliche Entwicklung überführt. Das Gelände wurde aus ca 80 einzelnen Parzellen zu einem ganzen Areal gefügt. Ortsbürgermeister Winfried Himmerich hat hier eine riesige Vorarbeit geleistet. Er musste viel Überzeugungsarbeit leisten um die Besitzer der Parzellen für dieses Objekt zu begeistern. 


Expertentreffen am Morgen des 24. April 2007

von li nach re.: Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Markus Mille, Ortsbürgermeister Winfried Himmerich, Landrat Peter Paul Weinert, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes und Vizepräsident von Rheinland-Pfalz Heribert Metternich, Landwirt Axel Neif, Objektbetreuer Frank Buchstäber und Abteilungsleiter Wolfgang Zirfas von der Umweltabteilung der Kreisverwaltung.


... warten auf den Chef des Westerwaldkreises


Apfelblüte


Frühling in Ruinen


Ortsbürgermeister Winfried Himmerich zeigt Landrat Peter Paul Weinert das Gelände


... nachdenkliche Experten


Reiherenten


Blütenpracht


Der Pressefotograf


... Fachsimpelei


Kanadagänse


... totes Holz


... Kuhmichels-Mühle total entartet


Die alte Mühle mitsamt ihrem Gebäudewildwuchs von verschiedenen Besitzern, wird nach der Maßnahme verschwunden sein, Kuhmichels-Mühle,  ... es war einmal.


... nur den Älteren bleibt die Erinnerung an frühere Lebensart. Nur sie wissen, was für ein Kleinod eine solche Mühle für ein Dorf der damaligen Zeit war. Sie funktionierte mit der Energie des Mühlenteichs. Dank dieser Naturenergie blieb die Arbeit des Müllers für die Bauern bezahlbar. Wenn das Geld mal knapp war, wurde mit Naturalien bezahlt, ein paar Eier, ein Stück Speck oder Schinken, ein Brot, oder auch Gemüse und Obst verschiedenster Art.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 Text und Bilder: Hansalfred Köhler